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	<title>Kommentare zu: Die Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen &#8211; 10. Sonntag im Jahreskreis B</title>
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	<description>Frauen predigen zu den Bibeltexten der Sonn- und Feiertage www.kath-frauenpredigten.net</description>
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		<title>Von: Walburga</title>
		<link>http://www.kath-frauenpredigten.net/?p=6618#comment-6579</link>
		<dc:creator><![CDATA[Walburga]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jun 2018 19:17:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Liebe Frau Haas,vielen Dank für die ausführliche Antwort. Sie trauen den menschlichen Worten viel zu, egal in welcher Religion sie gesprochen wurden. Das Beispiel von der Mutter, die dem Mörder ihres Kindes verzeiht und sogar segnet, (was ich mir nicht vorstellen kann) und dadurch den Kreis der Blutrache nach Ihrer Meinung unterbrechen kann, übersieht, dass die Blutrache in einem Clan gewachsen ist, d.h. dass die einzelne Mutter niemals die Rache erfolgreich unterbrechen kann.Denn wenn sie auch verzeiht, der Clan wird es nicht tun. Vielleicht denken Sie jetzt, mir fehle der Wille, positiv zu denken. Ganz so einfach ist das nicht. Aus der Leidensgeschichte Jesu entnehme ich Trost, weil hier das Sinnlose für mich einen Sinn hat . Er hat sich frei gemacht von menschlichen Fesseln und gleichzeitig sich verantwortlich gefühlt für diejenigen, die an ihn glaubten.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Frau Haas,vielen Dank für die ausführliche Antwort. Sie trauen den menschlichen Worten viel zu, egal in welcher Religion sie gesprochen wurden. Das Beispiel von der Mutter, die dem Mörder ihres Kindes verzeiht und sogar segnet, (was ich mir nicht vorstellen kann) und dadurch den Kreis der Blutrache nach Ihrer Meinung unterbrechen kann, übersieht, dass die Blutrache in einem Clan gewachsen ist, d.h. dass die einzelne Mutter niemals die Rache erfolgreich unterbrechen kann.Denn wenn sie auch verzeiht, der Clan wird es nicht tun. Vielleicht denken Sie jetzt, mir fehle der Wille, positiv zu denken. Ganz so einfach ist das nicht. Aus der Leidensgeschichte Jesu entnehme ich Trost, weil hier das Sinnlose für mich einen Sinn hat . Er hat sich frei gemacht von menschlichen Fesseln und gleichzeitig sich verantwortlich gefühlt für diejenigen, die an ihn glaubten.</p>
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		<title>Von: Sigrid Haas</title>
		<link>http://www.kath-frauenpredigten.net/?p=6618#comment-6574</link>
		<dc:creator><![CDATA[Sigrid Haas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jun 2018 23:35:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Liebe Walburga,

bitte entschuldigen Sie die späte Antwort.

Ja, wir sind eingebunden in die Menschheitsfamilie. Auch die Erfahrungen unserer Vorfahren wirken noch in uns (z.B. transgenerationale Traumata). Doch die Epigenetik zeigt, dass wir unsere Gene verändern können, auch Traumata können aufgelöst werden.

Die ständige Fixierung auf das Negative, auf Sünde, Schuld, Scham, Sühne, Verzicht, Opfer, Kreuz und Leid hat über 2000 Jahre ein übermächtiges negatives Kollektivfeld erschaffen. Gefühle sind Energien. Angst, Schuld- und Schamgefühle wirken am stärksten negativ, sie rauben die Lebensfreude und Lebenskraft, zerstören die Gesundheit und fördern Gewalt. 

Ohne Fehler leben können wir sicher nicht. Aber so wie aus Adams guter Absicht etwas Schlechtes wurde, so kann das auch umgekehrt geschehen. Wenn z.B. eine Mutter, deren Kind ermordet wurde, dem Mörder verzeiht und ihn segnet, durchbricht sie den Kreislauf der Rache. Oder ein Mensch, der die Selbstliebe gleichberechtigt zur Nächstenliebe lebt, löst den Selbsthass auf. Jeder Mensch, der etwas in sich erlöst, trägt zur Auflösung des negativen Kollektivfeldes bei. Jede einzelne Handlung zählt.

Zu Ihrem Beispiel Ernährung: Ich kann vegetarisch werden, möglichst regionale Bio-Produkte kaufen, selbst anbauen oder mich mit anderen zusammenschließen (z.B. solidarische Landwirtschaft, Food-Coop, Mietgärten). Je mehr das tun, desto schwächer werden die ausbeuterischen Konzerne. 

Glücklicherweise werden sich zunehmend mehr Menschen ihrer göttlichen Schöpfungskraft bewusst und richten ihre Aufmerksamkeit auf das Positive. In allen Lebensbereichen sind bereits große Veränderungen in Gange, immer mehr Gruppen und Gemeinschaften (außerhalb der Kirchen) bilden sich. Und sehr vieles, was verdängt wurde, kommt ans Licht. Würde sich die Kirche all ihren Problemen (Missbrauchsskandale, Homosexualität, Zölibat, Frauenunterdrückung etc.) in schonungsloser Offenheit stellen, könnte sehr viel Erlösung geschehen, einige wenige Mutige tun es auch. 

Wir haben wie nie zuvor in allen Lebensbereichen die Wahl zwischen vielen Möglichkeiten. Und die jüdischen Auslegungen zeigen uns einen mutigen und zugleich entspannten Umgang mit dem Leben. Wie hätte sich der christliche (und auch islamische) Kulturkreis entwickelt, wenn das essen vom Baum der Erkenntnis nicht als Sündenfall ausgelegt worden wäre…?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Walburga,</p>
<p>bitte entschuldigen Sie die späte Antwort.</p>
<p>Ja, wir sind eingebunden in die Menschheitsfamilie. Auch die Erfahrungen unserer Vorfahren wirken noch in uns (z.B. transgenerationale Traumata). Doch die Epigenetik zeigt, dass wir unsere Gene verändern können, auch Traumata können aufgelöst werden.</p>
<p>Die ständige Fixierung auf das Negative, auf Sünde, Schuld, Scham, Sühne, Verzicht, Opfer, Kreuz und Leid hat über 2000 Jahre ein übermächtiges negatives Kollektivfeld erschaffen. Gefühle sind Energien. Angst, Schuld- und Schamgefühle wirken am stärksten negativ, sie rauben die Lebensfreude und Lebenskraft, zerstören die Gesundheit und fördern Gewalt. </p>
<p>Ohne Fehler leben können wir sicher nicht. Aber so wie aus Adams guter Absicht etwas Schlechtes wurde, so kann das auch umgekehrt geschehen. Wenn z.B. eine Mutter, deren Kind ermordet wurde, dem Mörder verzeiht und ihn segnet, durchbricht sie den Kreislauf der Rache. Oder ein Mensch, der die Selbstliebe gleichberechtigt zur Nächstenliebe lebt, löst den Selbsthass auf. Jeder Mensch, der etwas in sich erlöst, trägt zur Auflösung des negativen Kollektivfeldes bei. Jede einzelne Handlung zählt.</p>
<p>Zu Ihrem Beispiel Ernährung: Ich kann vegetarisch werden, möglichst regionale Bio-Produkte kaufen, selbst anbauen oder mich mit anderen zusammenschließen (z.B. solidarische Landwirtschaft, Food-Coop, Mietgärten). Je mehr das tun, desto schwächer werden die ausbeuterischen Konzerne. </p>
<p>Glücklicherweise werden sich zunehmend mehr Menschen ihrer göttlichen Schöpfungskraft bewusst und richten ihre Aufmerksamkeit auf das Positive. In allen Lebensbereichen sind bereits große Veränderungen in Gange, immer mehr Gruppen und Gemeinschaften (außerhalb der Kirchen) bilden sich. Und sehr vieles, was verdängt wurde, kommt ans Licht. Würde sich die Kirche all ihren Problemen (Missbrauchsskandale, Homosexualität, Zölibat, Frauenunterdrückung etc.) in schonungsloser Offenheit stellen, könnte sehr viel Erlösung geschehen, einige wenige Mutige tun es auch. </p>
<p>Wir haben wie nie zuvor in allen Lebensbereichen die Wahl zwischen vielen Möglichkeiten. Und die jüdischen Auslegungen zeigen uns einen mutigen und zugleich entspannten Umgang mit dem Leben. Wie hätte sich der christliche (und auch islamische) Kulturkreis entwickelt, wenn das essen vom Baum der Erkenntnis nicht als Sündenfall ausgelegt worden wäre…?</p>
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		<title>Von: Walburga</title>
		<link>http://www.kath-frauenpredigten.net/?p=6618#comment-6535</link>
		<dc:creator><![CDATA[Walburga]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jun 2018 20:30:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kath-frauenpredigten.de/?p=6618#comment-6535</guid>
		<description><![CDATA[Liebe Frau Haas,
habe ich etwas nicht richtig verstanden? Wenn wir zu unseren Fehlern und Taten stehen und versuchen uns weiter zu entwickeln, sind wir erlöst? Ist das nicht eine Utopie? Sind wir nicht eingebunden in das Menschgeschlecht und seine Fehler und schlechtenTaten? z.B. Zerstörung der Schöpfung ? Wenn ich mein schlechtes Verhalten in Hinblick auf die Schöpfung verändern will,  gelingt das nicht, weil ich eingebunden bin in unsere Gesellschaft. Ich kann meine Ernährung verändern, aber fast alles was ich esse, stammt aus einer unfreien Sklavengesellschaft, wo der Mensch und das Tier gequält oder getötet wird. Wo bin ich frei? Wie kann ich leben ohne Fehler und schlechte Taten?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Frau Haas,<br />
habe ich etwas nicht richtig verstanden? Wenn wir zu unseren Fehlern und Taten stehen und versuchen uns weiter zu entwickeln, sind wir erlöst? Ist das nicht eine Utopie? Sind wir nicht eingebunden in das Menschgeschlecht und seine Fehler und schlechtenTaten? z.B. Zerstörung der Schöpfung ? Wenn ich mein schlechtes Verhalten in Hinblick auf die Schöpfung verändern will,  gelingt das nicht, weil ich eingebunden bin in unsere Gesellschaft. Ich kann meine Ernährung verändern, aber fast alles was ich esse, stammt aus einer unfreien Sklavengesellschaft, wo der Mensch und das Tier gequält oder getötet wird. Wo bin ich frei? Wie kann ich leben ohne Fehler und schlechte Taten?</p>
]]></content:encoded>
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